Sonntag, 7. Mai 2017

Traumfänger - Legende




Überlieferung zum Traumfänger der Aborigines
Bei den Aborigines diente die Seelenfrau des Stammes als Traumfängerin. 
Alle Menschen träumen, doch viele vergessen die Träume oder machen sich nicht die Mühe, sich an die Träume zu erinnern und die darin enthaltene Botschaft zu entschlüsseln. 
Doch Träume sind Schatten der Realität!

 
Von allem was täglich um uns passiert, gibt es ein Abbild in der Traumwelt und dort findet man zu allem eine Antwort. 
Bei den Aborigines wurden Spinnennetze bei den Zeremonien als Hilfsmittel eingesetzt. Sie baten das Universum auf diese Weise um eine Führung durch die Welt der Träume um die Botschaften in den Träumen zu deuten. So gab es Ahnenträume, Wachträume, Schlafträume und viele mehr. 

 
Die Stammesangehörigen nahmen die Hilfe der Traumfänger bei den unterschiedlichsten Problemen in Anspruch. Gab es z.B. Beziehungsprobleme mit einem anderen Menschen oder Probleme mit der Gesundheit, dann suchten sie die Antwort stets in den eigenen Träumen.
Für uns "anders gläubigen Menschen" gibt es jedoch nur einen Zugang zur Traumwelt, nämlich über den Schlaf. Aber die "wahren Menschen" können auch im wachen Zustand in einen Traum verfallen. Dies wird durch eine besondere Atemtechnik, Konzentration und Meditation ermöglicht. 
Die Stammesangehörigen träumen nachts nur, wenn sie einen Traum herbeigerufen haben. Der Schlaf ist für sie eine wichtige Zeit der Ruhe und Erholung. In diesen Stunden wird die Energie voll auf den Schlaf fokussiert. Sie glauben, dass die "anders gläubigen Menschen" nur nachts träumen können, weil es in ihrer Gesellschaft nicht erlaubt ist, auch tagsüber zu träumen.
Quellennachweis: Traumfänger von Marlo Morgan (gesamter Text) / gesamte Fotos sind meine eigenen)




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Anleitung für einen Traumfänger: 


Zuerst habe ich einen langen Trieb von meiner Campsis radicans abgeschnitten und 
zu einem Kreis gebunden. 
Ihr könnt natürlich auch einen Holzring kaufen. Ich habe keinen gefunden und hatte die Idee mir einen aus dem Garten zu basteln. Ich glaube, es ist allerdings auch wichtig einen aus Holz zu nehmen und nicht einen aus Metall.
 
Als nächstes wurde der Kreis mit Jutegarn umwickelt - das Ganze müsst Ihr ziemlich stramm binden, 
um die einzelnen Teile gut zusammen zu halten, sodass ein fester Kreis entsteht. 

Wenn Ihr wieder am Anfang angekommen seid, wird das Ende mit dem Anfang verbunden und ungefähr nach 1 Meter abgeschnitten für die Aufhängung. 

Für das Netz habe ich dünnes uraltes Baumwollgarn benutzt und für die Perlen eine alte Holzperlenkette auseinander geschnitten. 
 
So, jetzt wird es ein bisschen chaosmäßig, denn  ich habe das Netz nicht so hinbekommen wie die Beschreibungen auf vereinzelten Foren waren. Theoretisch ist das easy, aber praktisch sieht das dann mal anders aus, Frau hat nunmal nur zwei Hände.
Eigentlich wollte ich auch alles fotografieren und einzeln dokumentieren, aber einmal angefangen, muss der Faden immer stramm gehalten werden, da sich sonst alles verwickelt. 

Ich möchte es mal so beschreiben:
Ihr knotet den Baumwollfaden oben fest, dann wickelt/knotet (oben über den Ring drüber und dann über den Faden zurück) Ihr ihn in einem regelmäßigen Abstand um den Rand bis zu dem Punkt an dem Ihr angefangen habt. 
In  der  zweiten Reihe (die zur Mitte führt)  wickelt ihr immer einmal um den vorherigen Baumwollbogen - 
und so ergibt sich das Netz (jaaa, Anleitungen schreiben ist nicht einfach, ich kann das nicht wirklich).

In der Mitte angekommen habe ich mit dem Rest des Fadens die mittige Öffnung umknotet - einmal um den Faden gut unterzubringen und einmal um die Mitte zu verstärken. 

Huiii. Ich hoffe da kommt Ihr mit klar. 

Die Federn mit den Perlen und am Traumfänger anzubringen hat am meisten Spaß gemacht. 
Wer mag, kann auch noch Bänder und Spitzen dazwischen knoten, mir hat es am besten so gefallen. 
Die meisten Federn habe ich beim Spazierengehen gefunden und auch ein paar von meiner Freundin geschenkt bekommen.

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Einfacher war es vor ein paar Wochen bei diesere Aktion... 
hier brauchte ich nur ruhig auf dem Stuhl zu sitzen und mich zu entspannen.




Montag, 1. Mai 2017

Indonesisch-Niederländisch mit einer Übernachtung...

Goedemorgen, meine Lieben. 
Nach zwei Wochen Grippe und traurigem Ereignis in der Familie sind wir am Samstag zu Freunden nach Hilversum gefahren. Längere Autofahrten für 2 Tage sind ja nicht so ganz mein Ding, aber in knapp 3 Stunden waren wir dort.


Dort kaum angekommen, hatten wir Entspannung pur - 
Im gemütlichen, vom Klaas selbstangelegten indonesischen Garten, bei Kaffee und Mango-Kuchen konnte ich die Seele baumeln lassen. 

Die Sonne, das Plätschern vom Koi-Teich und das Trillern von gestreiften Blattsteigern aus dem Paludarium waren wie Urlaub.

Für mittags hat Dessy indonesische Frühlingsrollen als Snack gebacken und dann sind wir nach Naarden gefahren. 
Naarden ist eine Festungsstadt und liegt zwischen dem Gooimeer und dem Wald- und Heidegebiet Heet-Gooi. Auch das Städchen von Naarden ist wunderschön, überall schöne kleine Lädchen und Cafes. Fotos habe ich jetzt nicht soviele gemacht. Aber wenn es Euch interessiert, könnt ihr dem Link bei Naarden folgen. 

Wir haben soviel gesehen an diesem Tag, das kann ich Euch hier nicht mehr alles wiedergeben. Es ist ja auch so, wenn ich viel fotografiere und mir alles behalten möchte, müßte ich mir Notizen machen und dann kann ich nicht mehr genießen. Aber einen kleinen Einblick kann ich hier hoffentlich rüberbringen.

Am Abend hat Dessy indonesisch gekocht. Ganz viele verschiedene Sachen; teils mit Kokos, teils Curry und natürlich scharf. Seehr lecker. Das war mal was ganz anderes.
Interessant fand ich auch: ich dachte immer, dass ich gegen Soja allergisch bin, aber dort hatte ich keine Anzeichen von Allergie. 
Es war sogar ein Gericht mit Sojakernen
Ich hab fleißig probiert - und als ich fragte was es ist, hab ich erstmal gestaunt. Sojakerne und ich lebe immer noch:)). 
Keine Luftnot, nix. 

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Nach dem Essen sind wir in die Heide gegangen. 
Rinder (schade) sind uns jetzt nicht über den Weg gelaufen, aber es war schon sehr interessant. 
Wo man hinschaute, war die Heide und Baumgruppen.
Rehe und Hirsche sind auch dort, aber wir haben nur die Hinterlassenschaften gesehen.


Zu dieser Jahreszeit ist die Vegetation natürlich noch nicht soweit fortgeschritten, aber diese Weite von der Heide und trotzdem die Nähe zur Stadt ist schon toll.

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So, nochmal ganz kurz zu den Blattsteigern
Das sind kleine Frösche die Trillern. Bislang kannte ich nur Frösche die Quaken. Es hört sich an wie ein Kanarienvogel. 
Ich fand das Paludarium richtig interessant. Es war das Zuhause von grün-schwarz gestreiften und orange-schwarz gestreiften Fröschchen. 

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Ich wünsche Euch noch einen ruhigen gemütlichen 1. Mai. 
Das Wetter blenden wir jetzt mal aus und setzten uns mit einem einer TasseTee und Strickzeug oder einem Buch auf die Couch und atmen tief durch. 





Hartelijk dank aan het

Freitag, 28. April 2017

Geduld ist die Mutter der Porzellankiste....


Eine Babydecke kann nicht so schwierig sein, dachte ich mir und hab aus den dafür vorgesehenen Stoffen, die ich schon fast ein Jahr hier liegen habe, eine Krabbeldecke für unser süsses Nachbarmädchen (mittlerweile schon über 6 Monate alt) angefangen.



Die Vorderseite war ja nicht so schwierig,diese Teile zusammen zu nähen.
Als nächstes bügelte ich das Volumenvlies hinten auf die Patches; und als Rückseite hatte ich mir eine Art Waffelstoff ausgesucht.
Übereinandergelegt wirkte es allerdings doch noch sehr dünn.
Nun kam eine dünne Vliesdecke zum Einsatz; die hab ich auf die Größe zugeschnitten und zwischen die Patches und dem Waffelstoff legte. 

 

Mit der Dicke der Krabbeldecke war ich jetzt zufrieden. 
Zum guten Schluss musste das Ganze nur noch verbunden werden....

Und das Elend fing an: 
Also ganz kurz geschrieben - ich habe die Stoffteile alle übereinander gelegt und an der Naht der Patches entlang genäht. Ich..., nicht wirklich Ahnung und keine Geduld mich näher damit zu beschäftigen...; aber, Quilten nennt man es in der Fachsprache.
Fertig. 
Ja, ihr habt richtig gelesen, ohne zu heften oder was man da auch  i m m e r  machen sollte.  

Von vorne sah es jetzt noch akzeptabel aus, aber von hinten - fürchterlich. Durch den Waffelstoff (oder wie der auch immer heißt) sah man sehr schön, wie sich alles verschoben hatte (Fotos habe ich mich getraut zu machen). 
Und da ich auch nicht wusste, wie ich den Rand hinbekommen sollte, habe ich mir was gaaanz anderes überlegt. 

 
  Ich häkelte für die Rückseite eine Decke (um natürlich auch den schiefen Stoff zu überdecken). Die Baumwolle (Catania) in den Farben des Stoffes hatte ich noch. 

 

Am Rand habe ich eine Bogenkante gehäkelt und auf der Stoffvorderseite mit Hand festgenäht.



Ende gut, alles gut:
Nun hat die Decke zwei schöne Seiten, eine Häkelseite und eine Stoffseite und ist 1,00 x 0,80 m groß. 

 
 Die Fotos sind natürlich alle von der fertigen Decke. Zwischendurch hatte ich keinen Mut zu fotografieren.
 
Ja, und wenn ihr jetzt noch Fragen habt, wie man ein Teil, was Ihr lieber in die Ecke werfen wollt, noch zu retten ist, fragt mich (lach)

Dienstag, 25. April 2017

Ein Stückchen Garten ins Haus holen...

Also, wenn es weiter so kalt ist, 
hole ich mir ein Stückchen Garten ins Haus!, 
basta. 

 Ein bisschen hier harken, ein bisschen dort giessen, 
eine Tasse Kaffee und ein Stückchen Kuchen und Wolle. 

Nee, quatsch,
im Garten ist natürlich auch jetzt schon viel zu tun, 
und wir haben ja auch erst April. 
Aber ich kann es schon fast nicht mehr aushalten, 
draußen im Garten zu Wirbeln und gemütlich 
im Grünen zu sitzen. 

 

In einem Gartencenter fand ich diese schönen Gartenmöbel und musste sie einfach kaufen. Tausend Ideen gingen mir bei dem Anblick durch den Kopf. 
Beim ersten Mal ging ich noch vorbei, aber eine Woche später war es dann geschehen. 
Eigentlich wollte ich mir keinen Firlefanz mehr kaufen, aber das ist ein Augenschmaus und ich kann ihn ja auch zu jeder Jahreszeit ändern.
Stuhlkissen für den Sommer hab ich schon genäht:))

Material für das Gärtchen:
Eine Schale mit ca. 30 cm Durchmesser und mind. 4 cm Tiefe,
eine Folie, falls die Schale nicht 100 % wasserdicht ist,
Pflanzton mit einer Körnung 4/8 mm und
Blumenerde-/Sandmischung (ich habe Vogelsand genommen)

Jetzt sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
Ich habe die Schale mit Zierspargel (Asparagus), Tillandsie, einem Polstergras und einem Lebenden Stein bepflanzt. 
Außerdem ein Moos, das ich von Madeira mitgebracht habe, es wächst im Wald auf Bäumen (ich weiß nicht mehr wie es heißt). Das Moos habe ich über eine kleine Wurzel gelegt.
Mal sehen, wie diese Pflanzen in der Gemeinsamkeit zurecht kommen. 
Das Ganze besprühe ich alle 2 Tage mit Regenwasser.
 
                                                                                  
                                     *

Die Tillandsien fand ich auch schön. 
Auch was, das mir erst jetzt gefällt. 
Sonst fand ich sie nicht wirklich schön.
Aber wenn man sich mehr mit den Dingen beschäftigt, 
werden sie auf einmal interessanter.

Eine Tillandsie habe ich in meinen 
kleinen Garten eingebaut
und die anderen beiden an die Orchidee gedrahtet.