Mittwoch, 28. September 2016

Wasser und das Gefühl von Freiheit


In der ersten Woche haben wir im Hafen eine Organisation entdeckt, die uns über Delphine, Wale, Wasserschildkröten, Kalmare und andere sich im Wasser befindlichen Lebewesen aufgeklärt hat. 

Diese Organisation bot Touren an, um, wenn wir ein bisschen Glück haben,  Delphine oder Wale zu sehen.
Zuerst war ich nicht so begeistert davon, da ich schon oft genug Berichte gesehen hatte, in denen gesagt wurde, dass die Delphine und Wale belästigt und gestört werden und somit in ihrem Leben eingeschränkt. 
Aber es hörte sich sehr gut an - eben dass die Tiere zu uns kommen und wir ihnen nicht nachfahren werden. 
Eine Biologin war mit an Bord und hat am Anfang unwahrscheinlich viel erzählt von den Tiefen und Gründen des Atlantischen Ozeans und den Gewohnheiten der Delphine und Wale (Das kann man sich auch nicht wirklich alles behalten.)

Wir sind also erstmal rausgefahren. 
Über Funk bekamen wir dann durch einen Späher 
 

die Richtung angesagt, und zwar wo er Gelbschnabel-Sturmtaucher durch sein Fernrohr entdeckt hatte.
Diese habe ich allerdings nicht vor die Linse bekommen, da sie einfach viel zu schnell waren. 
Aber nachts, wenn wir auf dem Balkon in unserem Hotel saßen, haben wir sie gehört. Sie haben sich angehört ein bisschen wie Finken; (allerdings natürlich mit mehr Volumen und Power wie die kleinen Finken).
Die Biologin hat uns erklärt, dort wo die Gelbschnabel-Sturmtaucher sich aufhalten sind die Fischschwärme und dort wo viele Fische sind auch meistens die Delphine.

Als wir an dieser bestimmten Stelle waren, tuckerte das Boot nur noch ein bisschen vor sich hin und wir sperrten die Augen auf. 
Dann sahen wir als erstes die Pilotwale, auch Grindwale genannt. Sie werden 1.000 bis 3.000 kg schwer.

Das war schon ein tolles Gefühl, diese großen Tiere nur ein paar Meter vom Boot entfernt. Dann kamen sie näher...
das Gefühl kann ich dann nicht mehr beschreiben. 
Nach einer Zeit schwommen sie wieder weiter und wir machten den Motor wieder an. 

Alleine auf dem Wasser, das war schon ein freies Gefühl. Wenn ich mir die Tiefe vorstellte und die Kalmare die dort in der Nacht auf Futterjagd gehen. Wahnsinn.
Ca. 20 Minuten später sahen wir dann ungefähr 15 Delphine (Punktdelphine) auf uns zukommen; sie schwammen lange neben uns her und unter dem Boot durch. Man konnte ihnen richtig ansehen, dass sie Spaß hatten. Man konnte die Punkte ganz genau sehen, ich hätte sie berühren können, so nah. 
Fotografieren konnte man sie kaum, allerdings hat mein man ein Video gemacht, ich hoffe es funktioniert hier in meinem Blog.



video

Nach knapp 2 Stunden sind wir wieder über den dann sehr unruhigen Atlantik an Land gefahren, vorbei an einer wunderbaren Küste. Yiphhi, über die Wellen gesprungen, das war auch nochmal ein Erlebnis. In dem Boot saß mein Mann und ich ganz vorne. In der ganzen Zeit hatte ich die anderen 8 Leute hinter mir ausgeblendet und war voll und ganz bei der Sache.



 Türkisfarbenes Wasser, ich wäre am liebsten rein ins Wasser.
 Die Felsen sahen durch das Lavagestein aus wie gemalt.
 Schluchten und Höhlen mit kleinen Wasserfällen.

Dieser Tag war für mich mit der schönste Tage in meinem Leben, das hab ich dort so empfunden. 
Ich hätte schreien können vor Glück - so hat mich das alles fasziniert. 
Deshalb hab ich jetzt nicht allzuviel dazu geschrieben. Ich möchte die Bilder einfach nur festhalten. 

Berge und Wald folgen..

Kommentare:

  1. Ganz ganz toll, die Bilder und deine Erlebnisse. Ich kann das Gefühl sehr gut nachvollziehen. Als wir vor ein paar Jahren mit der Fähre von Teneriffa nach Gomera gefahren sind, habe ich auch das erste Mal Delfine in freier Wildbahn gesehen. Das war so ein großartiges Erlebnis, ich hab das Gefühl bis heute nicht vergessen.

    Liebe Grüße
    Melanie

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Birgit,
    das ist wirklich wundervoll, ich bin ganz begeistert.
    Unglaublich, dass du Wale und Delfine in freier Wildbahn von so nah beobachten konntest.
    Vielen Dank für die tollen Fotos und das Video.
    Ein Segen, dieses Internet, das es ermöglich, an solchen Erfahrungen teilzuhaben.
    Danke auch für deinen Kommentar bei mir.
    Das Problem mit dem Handy kenne ich nur zu gut.
    Man liest einen tollen Post, will ganz viel dazu sagen. Mühsam tippt man lange auf der kleinen Tastatur - und plötzlich ist alles weg.
    Meist raffe ich mich dann nicht nochmals auf, von vorn anzufangen und oft hab ich auch nicht genug Zeit dazu.
    Am "richtigen" Rechner bin ich, wenn ich nicht eigene Postings schreibe aber zuhause nur äußerst ungern, weil ich ja jeden Tag schon von früh bis spät dienstlich vor so einer Kiste hocken muss...
    Ach menno.
    Dir viele herzliche
    Claudiagrüße - Chorprobe beginnt gleich ;o)

    AntwortenLöschen
  3. Was für wunderschöne Fotos und ein tolles Video. Es muss wirklich beeindruckend sein, die Tiere so nah livfe zu erleben!

    Gruß Marion

    AntwortenLöschen
  4. Was für herrliche Fotos, liebe Birgit. Ich bin absolut begeistert. Es muss ein gaanz wundervolles Gefühl den großen Meerestieren so nahe zu kommen.. unglaublich! Von diesem Urlaubsabenteuer wirst Du bestimmt noch lange zehren können.. einfach wunderbar!! Ganz liebe Grüße in den frühen Morgen, Nicole

    AntwortenLöschen
  5. Dein Gefühl des Glücks kann ich absolut nachvollziehen! Es sind wirklich diese wunderbatren Augenblicke, die das Leben so schön und bereichernd machen. Danke für deine Bilder und die Beschreibung dazu. Ich habe es sehr gerne angesehen und gelesen.
    Liebe Grüsse, Brigitte

    AntwortenLöschen