Freitag, 28. April 2017

Geduld ist die Mutter der Porzellankiste....


Eine Babydecke kann nicht so schwierig sein, dachte ich mir und hab aus den dafür vorgesehenen Stoffen, die ich schon fast ein Jahr hier liegen habe, eine Krabbeldecke für unser süsses Nachbarmädchen (mittlerweile schon über 6 Monate alt) angefangen.



Die Vorderseite war ja nicht so schwierig,diese Teile zusammen zu nähen.
Als nächstes bügelte ich das Volumenvlies hinten auf die Patches; und als Rückseite hatte ich mir eine Art Waffelstoff ausgesucht.
Übereinandergelegt wirkte es allerdings doch noch sehr dünn.
Nun kam eine dünne Vliesdecke zum Einsatz; die hab ich auf die Größe zugeschnitten und zwischen die Patches und dem Waffelstoff legte. 

 

Mit der Dicke der Krabbeldecke war ich jetzt zufrieden. 
Zum guten Schluss musste das Ganze nur noch verbunden werden....

Und das Elend fing an: 
Also ganz kurz geschrieben - ich habe die Stoffteile alle übereinander gelegt und an der Naht der Patches entlang genäht. Ich..., nicht wirklich Ahnung und keine Geduld mich näher damit zu beschäftigen...; aber, Quilten nennt man es in der Fachsprache.
Fertig. 
Ja, ihr habt richtig gelesen, ohne zu heften oder was man da auch  i m m e r  machen sollte.  

Von vorne sah es jetzt noch akzeptabel aus, aber von hinten - fürchterlich. Durch den Waffelstoff (oder wie der auch immer heißt) sah man sehr schön, wie sich alles verschoben hatte (Fotos habe ich mich getraut zu machen). 
Und da ich auch nicht wusste, wie ich den Rand hinbekommen sollte, habe ich mir was gaaanz anderes überlegt. 

 
  Ich häkelte für die Rückseite eine Decke (um natürlich auch den schiefen Stoff zu überdecken). Die Baumwolle (Catania) in den Farben des Stoffes hatte ich noch. 

 

Am Rand habe ich eine Bogenkante gehäkelt und auf der Stoffvorderseite mit Hand festgenäht.



Ende gut, alles gut:
Nun hat die Decke zwei schöne Seiten, eine Häkelseite und eine Stoffseite und ist 1,00 x 0,80 m groß. 

 
 Die Fotos sind natürlich alle von der fertigen Decke. Zwischendurch hatte ich keinen Mut zu fotografieren.
 
Ja, und wenn ihr jetzt noch Fragen habt, wie man ein Teil, was Ihr lieber in die Ecke werfen wollt, noch zu retten ist, fragt mich (lach)

Kommentare:

  1. DAs nenne ich dann mal vollen Ensatz ;O))) und wirklich ohne eine Vergleich zu Vorher zu haben... absolut super geworden.
    Lieben Inselgruß
    Kerstin

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  2. Da hast Du wirklich aus der Not eine Tugend gemacht und die Decke bravourös gerettet! So schön und besonders hätte sie ja selbst bei der akkuratesten und vorschriftsmäßigsten Quilterei nicht werden können.

    Liebe Grüße

    von Birgit

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  3. Hallo Birgit,
    wunderschön ist die Krabbeldecke geworden echt klasse.
    Liebe Grüße
    Monika

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  4. Liebe Birgit,
    die Decke ist klasse geworden, gut gerettet ♥
    Meinen Respekt, dass du dran geblieben bist und noch was Schönes draus gemacht hast :-)
    Ein schönes Wochenende und ganz liebe Grüße
    Bianca

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  5. Oh, Birgit, das hat Dich Nerven gekostet!! Aber ganz toll, wie Du die Decke hingekriegt hast, sieht super aus und so eine wunderschöne Decke kann man immer brauchen.
    Du hattest nach gefragt, ob meine Häkeldecke eine Umrandung hat? Nein, sie hat keine und ich lasse sie auch ohne Rand. Der Rand ist auch nach der Wäsche gut in Form geblieben. Ich habe aber auch nur 2 statt der üblichen 3 Wendeluftmaschen gemacht - bei einfachen Stäbchen. Das habe ich mal in einem Häkelbuch gelesen. Es gibt die nötige Stabilität.

    Viele liebe Grüße schickt Dir
    Nele

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  6. Boah ... wunderschön!
    Würde ich mir nie zutrauen, es gar nicht schaffen!

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